Bundesregierung legt Bericht zur Fußball-WM vorFoto: imago Sportfotodienst

Fußball-Weltmeisterschaft 2006: sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Von der Austragung der WM in Deutschland haben der Einzelhandel und das Hotelgewerbe in besonderem Maße profitiert. Aber auch der deutsche Staat konnte zusätzliche Steuereinnahmen verbuchen. Zudem ging das Sicherheitskonzept der Bundesregierung auf.


Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble legte dem Kabinett den offiziellen Abschlussbericht zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland vor. Der 153 Seiten starke Report stellt die umfangreichen Leistungen der Bundesregierung dar. Er kann für spätere Bewerbungen um die Ausrichtung sportlicher Großereignissen als Informationsgrundlage genutzt werden.

Der Innenminister lobte die Zusammenarbeit mit dem von Franz Beckenbauer geleiteten Organisationskomitee, den WM-Städten, den Bundesländern und anderen Partnern. Die Fußball-WM, so Schäuble, sei ein beeindruckendes Ereignis gewesen, an das auch nach dem Abpfiff gerne erinnert werde.

Positive wirtschaftliche Impulse

Im Gastgewerbe stieg während der WM der Umsatz um vier Prozent oder 300 Millionen Euro. Im Juni 2006 stieg die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Gästen gegenüber Juni 2005 um 31 Prozent .

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels geht von einem WM-Impuls von zwei Milliarden Euro aus. Zusätzlich sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 50.000 neue Arbeitsplätze im Zusammenhang mit diesem sportlichen Großereignis entstanden.

Mehr Geld für den Staat

Der deutsche Fiskus verzeichnete höhere Steuereinnahmen aufgrund der Austragung der WM in Deutschland: Die Fifa, der Fußballweltverband, überwies deutschen Finanzbehörden 7,2 Millionen Euro an Spielerprämien, die in der Bundesrepublik versteuert wurden. Insgesamt trug das WM-Organisationskomitee über 90 Millionen Euro zum Bundeshaushalt bei. Davon stammen allein aus dem Ticketverkauf rund 40 Millionen Euro.

Die von der Bundesregierung zur WM aufgelegten vier Silbermünzen erzielten einen guten Absatz. Die WM-Goldmünze war schnell ausverkauft. Die Einnahmen hieraus fließen dem allgemeinen Haushalt zu.

Sicherheitskonzept ist aufgegangen

Die internationale Kooperation der Polizeikräfte von Bund und Ländern mit Ordnungskräften aus allen Teilnehmerländern zahlte sich aus. Die überwiegende Mehrzanl der 20 Millionen Fans verhielt sich friedlich.

Die Fans benutzen sehr häufig öffentliche Verkehrsmittel. Verkehrsleit- und Verkehrsinformationssysteme brachten die Fußball-Begeisterten schnell und sicher auf Straße und Schiene zu den Stadien.

Deutschlandbild im Ausland verbessert

Das Bild Deutschlands im Ausland erfuhr aufgrund der erfolgreichen Austragung der WM eine enorme Aufwertung. Vor allem die Servicebereitschaft und Freundlichkeit wurde hervorgehoben.

Die Standort- und Imagekampagne "Deutschland - Land der Ideen", die Freundlichkeitsinitiative sowie das WM-Kulturprogramm trugen zur Image-Verbesserung bei. "Deutschland - Land der Ideen" wird unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler weitergeführt.

Weiterführende Informationen


Land der Ideen

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Abschlussbericht der Bundesregierung zur Fußball-WM 2006 (PDF)