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Kollegen: Außenminister Steinmeier und BeckenbauerFoto: SchneidewindtKollegen: Außenminister Steinmeier und Beckenbauer

Steinmeier dankt Fußball-Botschafter Beckenbauer

Donnerstag, 6. April 2006

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat dem Präsidenten Franz Beckenbauer und dem Vizepräsidenten des WM-Organisationskomitees (OK) Wolfgang Niersbach gedankt. Beide hatten in einem beispiellosen Reisemarathon alle 31 Teilnehmerländer der Fußball-Weltmeisterschaft besucht.

"Beckenbauer ist ein guter Außenminister des Fußballs", lobte Steinmeier den Präsidenten des OK. Beckenbauer habe sich auf seiner Tour als großartiger Botschafter gezeigt. Es sei ihm "in ganz herausragender Art und Weise" gelungen ein Bild Deutschlands voller Freundlichkeit und Herzlichkeit zu zeichnen.
 
Der Minister betonte, die Reise sei eine wunderbare Gelegenheit, Deutschland, seine Menschen und seine Möglichkeiten bekannt zu machen. Beckenbauer sei als Botschafter des Fußballs in der ganzen Welt bekannt.
 
Dreimal um die Welt
 
"Vielen Dank Herr Kollege, es hat sich gelohnt", freute sich der Kaiser über das Lob. Er betonte, dass es keine One-Man-Show gewesen sei, sondern eine fünfköpfige Mannschaft diese Leistung erbacht habe.
 
Ziel der Weltreise war es, den Teilnehmern für die erreichte Qualifikation zu gratulieren und gleichzeitig zu informieren. Auch sei mit dem Thema Ticketing ein Kernproblem angesprochen worden.
 
Beckenbauer legte mit seiner Mannschaft insgesamt 132.276 Flugkilometer zurück. Das entspricht etwa drei Erdumkreisungen. Auf seinen Reisen wurde er von zwölf Staatspräsidenten, fünf Regierungschefs und zwei Königshäusern empfangen.
 
Die Kraft des Fußballs
 
Das beeindruckendste Erlebnis seiner Tour hatte Beckenbauer in Schwarzafrika. Die Probleme in Angola nach einem langen Bürgerkrieg und die Konflikte an der Elfenbeinküste seien der Weltöffentlichkeit bekannt. Dort habe es der Fußball geschafft, verfeindete Gruppen an einen Tisch zu bringen.
 
"Ich habe gesehen, welche Kraft der Sport, welche Kraft der Fußball hat. Das hat mich an dieser Reise am meisten fasziniert", bekannte Beckenbauer. Er habe die Hoffnung, dass man sehr viel in diesen Ländern erreichen könne.
 
Minister als Fachmann
 
Die Frage, welche Chancen die deutsche Mannschaft auf den Titelgewinn habe, übergab Beckenbauer an Steinmeier: "Der Minister ist der Fachmann!"
 
Beide zeigten sich zuversichtlich, dass sich die deutsche Mannschaft steigern werde. "Wir gehen fest davon aus, dass strittige Fragen wie die Torwartfrage bis zum Beginn geklärt sind", sagte Steinmeier.
 
Er vertraue Jürgen Klinsmann, dass er die Mannschaft topfit in die WM schicke, erklärte Beckenbauer. Hinzu komme noch die Beigeisterung und Leidenschaft. Die Unterstützung des Publikums mache bei einem Fußballspiel enorm viel aus. "Wenn das alles stimmt, dann haben wir ganz gute Chancen."
 
Am Ende des Gesprächs signierten Steinmeier und Beckenbauer drei WM-Bälle. Diese werden zu Gunsten der Initiative Toleranz versteigert.

Bild eines niederländischen Fans und eines kleinen Mädchens mit dem Trikot der französischen Nationalmannschaft