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Fußball-WM: Punktgenaue Einlösung der Regierungsgarantien
Mittwoch, 31. Mai 2006
Deutschland ist bereit für die Fußball-Weltmeisterschaft. Die Regierungsgarantien sind punktgenau eingelöst worden. "Wir sind bestens vorbereitet", erklärte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat gemeinsam mit dem Präsidenten des Organisationskomitees (OK) Franz Beckenbauer und dem WM-Koordinator der Bundesregierung Jürgen Rollmann (Leiter Stab WM 2006) den 7. und letzten Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur Vorbereitung auf die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland vorgestellt. Er wurde - wie auch seine sechs Vorgänger - von dem im Bundesinnenministerium angesiedelten Stab WM 2006 in Kooperation mit allen Ministerien, Bundeskanzleramt, Bundespresseamt und weiteren Partnern der Bundesregierung erstellt.
Merkel: Dank für die tolle Arbeit!
"Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche WM sind geschaffen", erklärten Schäuble und Beckenbauer am 31. Mai in Berlin. Zuvor hatte das Bundeskabinett in seiner Sitzung den Bericht behandelt und zustimmend zur Kenntnis genommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller beteiligten Ministerien für die geleistete Arbeit.
Deutschland ist fit für die WM
"Bund, Länder, WM-Städte, weitere Partner und vor allem das Organisationskomitee unter Leitung von Franz Beckenbauer haben die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Veranstaltung geschaffen. Deutschland ist bereit. Wir freuen uns auf die Gäste, die weltbesten Fußball-Teams und den WM-Anpfiff am 9. Juni 2006", sagte Bundesinnenminister Schäuble. Die Zielgerade sei erreicht. Begeisterung und Vorfreude der Bevölkerung seien riesengroß, so der Minister.
Die bereits im WM-Bewerbungsverfahren gegenüber der FIFA abgegebenen Regierungsgarantien sind punktgenau eingelöst worden. Dazu gehören z. B. serviceorientierte Visaerteilungen, arbeitsrechtliche Regelungen, Zoll- und Steuerrecht, Hymnen und Fahnen (inklusive protokollarische Wahrnehmung) und natürlich das Thema Sicherheit.
Nein zum Rassismus
Die Fifa wird bei der WM mit einer eigenen Aktion vor dem Viertelfinale Flagge zeigen gegen Rassismus. Schäuble bekräftigte zum Abschluss der WM-Vorbereitungen, Ausländer und deutsche Fans könnten sich bei dem Turnier sicher fühlen. "Wir werden unter Beweis stellen, dass unser Land ein ausländerfreundliches Land ist", kündigte Schäuble an.
Vor den Viertelfinalspielen sei eine Aktion der Fifa unter demMotto "Say No to Racism" (Sag Nein zum Rassismus) geplant. Die Kapitäne der Mannschaften würden sich vor dem Abspielen der Nationalhymnen gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz aussprechen.
Die Welt zu Gast bei Freunden
Schäuble hob die die vielfältigen Maßnahmen des WM-Gastgeberkonzeptes der Bundesregierung hervor: "Mit der Standort- und Imagekampagne Deutschland - Land der Ideen, der Nationalen Service- und Freundlichkeitskampagne oder dem Kunst- und Kulturprogramm haben wir mit unseren Partnern das Gastgeberland im In- und Ausland seit Jahren vielfältig beworben."
Das offizielle Motto der WM "Die Welt zu Gast bei Freunden" sei schon lange vor dem ersten Anstoß mit Leben erfüllt worden, sagte Schäuble: "Über 100 000 Menschen werden bis zum Anpfiff als Volunteers und Service-Botschafter geschult worden sein, um die WM-Gäste freundlich zu empfangen und zu betreuen. Wir sind bestens vorbereitet - und hoffen dasselbe von der deutschen Nationalmannschaft, der wir für das Turnier natürlich alle Daumen drücken. Alles Gute Jürgen Klinsmann - möge der Beste gewinnen.'' Schäuble dankte Franz Beckenbauer und dem WM-OK für die geleistete Arbeit
Lob von Beckenbauer für die Bundesregierung
Franz Beckenbauer würdigte die seit dem WM-Zuschlag im Jahr 2000 praktizierte vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Bundesregierung und OK: "Ohne staatliche Unterstützung könnte eine solche Großveranstaltung heutzutage gar nicht mehr stattfinden. Dafür bedanke ich mich ausdrücklich bei allen Beteiligten - auch für die enormen Anstrengungen, die in den WM-Städten unternommen wurden.''
Als besondere Überraschungsgäste im Anschluss an die Pressekonferenz begrüßten Bundesinnenminister Schäuble und OK-Chef Beckenbauer die Nationalmannschaft von Anguilla, die im Kontext der Service- und Freundlichkeitskampagne für einige Wochen in Deutschland weilt. "Deutschland rollt ganz im Sinne unserer Servicekampagne nicht nur den weltbesten Fußball-Teams symbolisch den roten Teppich aus, sondern mit Anguilla auch einer Mannschaft, die keine realistische Chance hatte, sich sportlich zu qualifizieren. Wir freuen uns, den Spielern aus Anguilla unser Land zeigen zu können", erklärte Schäuble.
Weiterführende Informationen
Zusammenfassung des Siebten Fortschrittsberichtes des Stabes WM 2006 zur Vorbereitung auf die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 (PDF-Format)
