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Städte und Stadien
Städte und Stadien

Franken-Stadion NürnbergFoto: pixathlon / GPGFranken-Stadion Nürnberg

Nürnberg


Ein Rundgang durch die Altstadt Nürnbergs führt die Besucherinnen und Besucher zurück in die mittelalterliche Glanzzeit der Stadt: Kaiserburg, gotische Altstadtkirchen, Bürgerhäuser und der fünf Kilometer lange Mauerring vermitteln einen lebendigen Eindruck der einstigen "Weltstadt des Mittelalters". Aber in Nürnberg ist nicht nur die Vergangenheit lebendig: Die Halbmillionenstadt ist heute auch der zweitgrößte Wirtschaftsstandort Bayerns.

Ein Kleinod des Mittelalters
 
Nürnberg blickt auf eine fast 1000-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1050 begann die Geschichte der Stadt "nourenberc" (felsiger Berg) mit der Freisprechung der Leibeigenen Sigena, die in einer Urkunde von Kaiser Heinrich III. dokumentiert ist. Die Stadt an der Pegnitz stieg rasch durch Fernhandel und Handwerk auf. Karl IV. legte mit der "Goldenen Bulle" von 1356 fest, dass jeder neu gewählte deutsche König seinen ersten Reichstag in Nürnberg abhalten sollte.
 
1424 war Nürnberg auf dem Höhepunkt seiner politischen Macht. Die Freie Reichsstadt wurde zum Aufbewahrungsort der Reichskleinodien bestimmt. Eindrucksvollstes Zeugnis dieser Blütezeit ist zugleich das Wahrzeichen der Stadt: die mittelalterliche Kaiserburg. Sie ragt aus der von einer fünf Kilometer langen Stadtmauer mit insgesamt 80 Türmen umgebenen Altstadt hervor. Auf der Kaiserburg fanden die meisten Reichs- und Hoftage im Mittelalter statt und alle Kaiser des Heiligen Römischen Reichs von 1050 bis 1571 hielten sich hier auf.
 
Zentrum des deutschen Humanismus
 
Bedeutende Künstler wie der Maler Albrecht Dürer, der Schnitzer Veit Stoß und der Steinmetz Adam Kraft schufen in dieser Epoche Kunstwerke von europäischem Rang. Martin Behaim entwarf den ersten Erdglobus und Peter Henlein fertigte die erste Taschenuhr. So stieg Nürnberg zum Zentrum des deutschen Humanismus, der Wissenschaften, der Malerei und Bildhauerei auf.
 
Jährlich besuchen Tausende Gäste das Albrecht-Dürer-Haus. Es entstand 1420 in der typischen Mischbauweise eines Nürnberger Bürgerhauses mit Sandsteinsockel und Fachwerk. Von 1509 bis 1528 arbeitete Albrecht Dürer hier an seinen Meisterwerken. Seit 1871 steht das Haus Kunstinteressierten offen, die einen Blick auf einen der berühmtesten Künstlerhaushalte der Renaissance werfen können.
 
In Nürnberg befindet sich auch das 1852 gegründete Nationalmuseum für die Bundesrepublik Deutschland. Es ist mit rund 1,2 Millionen Objekten das größte kulturhistorische Museum im deutschsprachigen Raum. Hier finden sich hochrangige Zeugnisse der Geschichte, Kultur und Kunst des deutschen Sprachgebiets, und zwar von prähistorischer Zeit bis in die Gegenwart.
 
Allerdings nutzten die Nationalsozialisten die bedeutende Vergangenheit der ehemaligen Reichsstadt als Kulisse für ihre Reichsparteitage. 1927 und 1929 fanden diese zum ersten Mal im Nürnberger Luitpoldhain statt. 1933 erklärten die Nationalsozialisten Nürnberg endgültig zur "Stadt der Reichsparteitage", die bis 1938 jährlich durchgeführt wurden.
 
Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände veranschaulicht seit November 2001 die Geschichte des Geländes und der verbrecherischen Diktatur der Nationalsozialisten. Noch heute stehen auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände auf über vier Quadratkilometern Bauwerke, die den nationalsozialistischen Größenwahn dokumentieren. Auf 1.300 qm befasst sich die Dauerausstellung "Faszination und Gewalt" mit den Ursachen, Zusammenhängen und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
 
Stadt der Nürnberger Prozesse
 
Im umgebauten Schwurgerichtssaal 600 des Nürnberger Justizpalastes mussten sich ab November 1945 hochrangige NS-Vertreter vor dem Nürnberger Tribunal für ihre Verbrechen gegen Frieden und Menschlichkeit verantworten. Nach elf Monaten fielen im Oktober 1946 die Urteile im Internationalen Hauptkriegsverbrecherprozess, die ein Meilenstein für die Geschichte des Völkerrechts waren.
 
Weltberühmte Märkte
 
Doch Nürnberg ist nicht nur ein Ort historischer Sehenswürdigkeiten, sondern lockt die Besucher jährlich mit einer Reihe Veranstaltungen in die Stadt: das internationale Bardentreffen im Juli, das größte Altstadtfest Deutschlands im September und der weltberühmte Christkindlesmarkt im Dezember, auf dem eine der beliebtesten Spezialitäten Bayerns angeboten wird, der Nürnberger Lebkuchen.
Stadtfest NürnbergFoto: laif

Der Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg, auch einfach als der "Club" bekannt, konnte in seiner über hundertjährigen Geschichte bisher neunmal die deutsche Fußballmeisterschaft und dreimal den DFB-Pokal gewinnen.




Weitere Informationen


Homepage der Stadt Nürnberg
WM-Seite Nürnbergs
Reiseziel Nürnberg
Nürnberger Christkindlesmarkt
Bayern am Ball - Offizielles Portal der Bayerischen Staatsregierung zur FIFA WM 2006 in Bayern
Auf nach Deutschland: Spielort Nürnberg

Deutsche Fußball-Fans mit Deutschland-Fahnen