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Städte und Stadien
Städte und Stadien

Fritz-Walter-Stadion KaiserslauternFoto: Picture-Alliance / dpa

Kaiserslautern


In Kaiserslautern wird der Fußball groß geschrieben. Die Stadt des 1. FC Kaiserslautern, dessen Mannschaft nach ihren Trikots auch die "Roten Teufel" genannt wird, hat bei der WM 1954 in der Schweiz gleich fünf Weltmeister hervorgebracht, darunter den berühmtesten Bürger der Stadt: Nationalmannschaftskapitän und Ehrenspielführer Fritz Walter. Das gleichnamige Stadion ist eine der schönsten Arenen in Deutschland. Aber die Stadt inmitten des "Naturparks Pfälzerwald" bietet mit ihren Hochschulen, Museen und der Landesgartenschau nicht nur etwas für Fußballfans.

Stadt von Kaiser Barbarossa

Die erste urkundliche Erwähnung findet der Königshof „Lutra“ in der Zeit um 830. Die Verleihung der Marktrechte durch Kaiser Otto III. im Jahr 985 und der Bau einer Kaiserpfalz durch Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, im Jahr 1152 trieben die Entwicklung des Dorfes Lutra entscheidend voran.

Der Kaiser hielt sich in den kommenden Jahren mehrmals in seinem Palast auf, was dem Ort später den Beinamen „Barbarossa-Stadt“ einbrachte. Mit dem Pfalzgrafen Johann Casimir, der so genannte „Jäger aus Kurpfalz“, erlebte die Stadt ihren endgültigen Aufschwung. Doch der 30-jährige Krieg, der zur Besetzung durch spanische, französische und schwedische Truppen führte, hinterließ in der mittelalterlichen Stadt massive Spuren der Zerstörung.

Ein spätgotisches Kleinod

Die Stiftskirche blieb allerdings von der Verwüstung verschont. Die Kirche ist die bedeutendste spätgotische Hallenkirche Südwestdeutschlands. Der Baubeginn des Chores fiel in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts, während die Errichtung des Langhauses erst im 14. Jahrhundert erfolgte.

Der „Schöne Brunnen“ vor der Stiftskirche wird 1571 das erste Mal erwähnt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erhielt er einen Aufsatz, der das Stadtwappen, den Reichsadler als Sinnbild der Reichsfreiheit und den Löwen zum Zeichen der Landesherrschaft zeigt.

In der Zeit Napoleons war Kaiserslautern Sitz einer Unterpräfektur. Nach Beendigung der napoleonischen Herrschaft wurden die Pfalz und damit auch Kaiserslautern Bayern zugeordnet. Doch 1849 kam es zur Revolution: In der Fruchthalle bildete sich eine „Provisorische Regierung“, die die Unabhängigkeit der Pfalz von Bayern proklamierte.

Die Fruchthalle ist noch heute Kaiserslauterns schönster Konzert- und Festsaal inmitten der Innenstadt und zugleich der bedeutendste Profanbau der Pfalz. Sie wurde in den Jahren 1843 bis 1846 nach den Plänen des Architekten August von Voit erbaut und erinnert in ihrem Stil an die florentinischen Patrizierpaläste der Frührenaissance.

Daneben gibt es in Kaiserslautern natürlich auch moderne Architektur zu besichtigen. Der Brunnen am Mainzer Tor wurde 1987 von Gernot Rumpf geschaffen. Der Brunnen hat einen Durchmesser von zehn Metern und stellt die Stadtgeschichte dar. Mittelpunkt der Komposition ist das Figurenensemble von Kaiser Friedrich Barbarossa und Rudolf von Habsburg, die Rücken an Rücken zueinander stehen.

Gebäude in KaiserslauternFoto: Picture-Alliance / dpa

Das neue Rathaus ist mit 84 Metern eines der markantesten Wahrzeichen Kaiserslauterns. Das Panorama-Restaurant im 21. Stockwerk bietet einen weiten Rundblick über die Stadt und den angrenzenden Pfälzerwald.

Eine Stadt und ihr Verein

Das Aushängeschild der Stadt ist jedoch der 1. FC Kaiserslautern und sein traditionsreiches Stadion auf dem Betzenberg. Der viermalige Deutsche Meister und zweifache DFB-Pokalsieger hat den Namen der Stadt in ganz Europa bekannt gemacht. 1998 wurde der FCK nach seinem direkten Wiederaufstieg in der Saison 1996/97 unter seinem damaligen Trainer Otto Rehagel (heute Nationaltrainer von Europameister Griechenland) sensationell Deutscher Fußballmeister.

Weiterführende Links


Homepage der Stadt Kaiserslautern
WM-Seite Kaiserslauterns
Ballance 2006 - Integration und Toleranz für eine friedliche WM
2006 - Rheinland-Pfalz am Ball
Auf nach Deutschland: Spielort Kaiserslautern

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