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Städte und Stadien
Städte und Stadien

Waldstadion FrankfurtQuelle: dpa

Frankfurt


Frankfurts berühmte Skyline hat der Stadt den Beinamen "Mainhattan" eingebracht. Entlang des Mainufers reihen sich die Wolkenkratzer der Banken und Versicherungsgesellschaften. Das höchste Gebäude der Großstadt, der Commerzbankturm, misst einschließlich Antenne fast 300 Meter und hält damit den Rekord unter den Bürohäusern in Europa. Von der Aussichtsterrasse im 56. Stock des 2000 fertiggestellten "Maintowers" haben Besucher einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt.

Die Furt am Main
 
Im sechsten Jahrhundert beherrschte der Volksstamm der Franken das Gebiet am Untermain und siedelten auf dem Domhügel. Grund für die Ansiedelung war eine Furt durch den Main, die später der Stadt ihren Namen gab. Die Furt eignete sich als Verkehrsweg, und was einst wohl nur einen Flussübergang bezeichnete, wird später durch Karl den Großen zum Namen des Ortes: "Franconovurd". Durch ihre Lage direkt am Main war die freie Reichsstadt Frankfurt im Mittelalter Kreuzpunkt europäischer Handelsstraßen und über Jahrhunderte Krönungsort der deutschen Kaiser. Bereits damals entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden europäischen Finanz- und Handelsplatz.
 
Wirtschaftsmetropole
 
In der Wirtschaftsmetropole Frankfurt ist auch heute noch das Geld zu Hause: Hier sind rund 370 Banken angesiedelt, und von der weltweit viertgrößten Aktienbörse werden täglich Käufe und Verkäufe in Milliardenhöhe getätigt.
 
Ein internationales Drehkreuz ist auch der Frankfurter Flughafen, mit 45 Millionen Passagieren pro Jahr der zweitgrößte in Europa. Als Messestandort lockt die Stadt bis zu 2,7 Millionen Besucher jährlich an, die zur Buchmesse, Musikmesse oder Automobilschau in die Mainmetropole kommen.
 
Kultur am Flussufer
 
Mit dem Museumsufer zu beiden Seiten des Mains bietet Frankfurt eine ganz besondere Kulturmeile, die den Reiz der Flusslandschaft in den Blick rückt. Zwischen Eisernem Steg und Friedensbrücke sind in renovierten Villen und modernen Neubauten in den vergangenen zehn Jahren dreizehn neue Museen entstanden. Darunter ein Filmmuseum, ein Architekturmuseum, das Museum für Angewandte Kunst und das Jüdische Museum. Der Neubau des Museums für Moderne Kunst spiegelt mit seiner Dreiecksform die dargestellte Kunst wieder und wird im Volksmund auch als "Tortenstück" bezeichnet.
 
Der Berühmteste Sohn der Stadt
 
"Am 28. August 1749, mittags mit dem Glockenschlag zwölf, kam ich in Frankfurt am Main zur Welt", schreibt Johann Wolfgang von Goethe in seinem autobiografischen Werk "Dichtung und Wahrheit". Die Frankfurter sind stolz auf ihren großen Dichter und Denker und haben Straßen und Plätze nach ihm benannt. Auch die 1914 gegründete Universität trägt seinen Namen. Goethe hat zwar einen Großteil seines Lebens im thüringschen Weimar verbracht, doch in Frankfurt entstanden einige seiner bedeutendsten Werke, darunter "Die Leiden des jungen Werther". Mehr als 130.000 Gäste besuchen jährlich Goethes Geburtshaus im Hirschgraben..
 
Weltstadt mit Dorfcharakter
 
Geht es in den Wirtschaftszentren und Bankenhochhäusern mitunter turbulent zu, so ist das Leben in den älteren Stadtteilen der Metropole eher beschaulich. Enge Gässchen mit Fachwerkhäusern verstärken den dörflichen Charakter, Straßencafés laden im Sommer zum Verweilen ein. Da lässt sich auch der typische Frankfurter Apfelwein genießen, der im hessischen Dialekt eher als "Ebbelwoi" bekannt ist.
 
Sportstadt Frankfurt
 
Die Stadt bietet ein umfangreiches Angebot im Breitensport und war bereits Austragungsort mehrerer internationaler Sportveranstaltungen. Das Frankfurter Waldstadion war bereits Austragungsort für zahlreiche Länderspiele. Die Fußball-WM 1974 wurde hier eröffnet. Und 2006 wird das Stadion erneut Spielstätte einer Fußball-WM sein.
 
Luftbild von FrankfurtFoto: REGIERUNGonline / Reineke

Seit über hundert Jahren liefern die Fußballer der bekannten Vereine FSV Frankfurt und Eintracht Frankfurt spannende Duelle auf dem Rasen. Aber nicht nur die Männer spielen eine Rolle im internationalen Fußball, Frankfurts Fußballerinnen gehören zur Weltspitze. Schon seit 1930 wurde – mehr oder weniger inoffiziell – auf den städtischen Sportplätzen von Frauen Fußball gespielt. Heute sind sieben Fußballspielerinnen aus Frankfurt Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft, die 2004 den Weltmeistertitel im Frauen-Fußball nach Deutschland holte. Von Frankfurt aus steuert  das Organisationskomitee unter der Leitung von Franz Beckenbauer die Vorbereitungen und Durchführung des großen Fußball-Festes 2006.

Weiterführende Informationen


Homepage der Stadt Frankfurt
FIFA-WM 2006 in Frankfurt
Das Goethe-Haus in Frankfurt am Main
Informationen für Touristen
Ballance 2006 - Integration und Toleranz für eine friedliche WM
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Auf nach Deutschland: Spielort Frankfurt

Deutsche Fußball-Fans mit Deutschland-Fahnen